Wie Camper heute ihren Campingplatz auswählen – Erfahrungen aus über 50 Campingreisen

März 13, 2026 | SEO-Strategie


Wie Camper heute ihren Campingplatz auswählen – Erfahrungen aus über 50 Campingreisen

Einleitung

Seit 2020 haben Holger und ich über 50 Campingreisen unternommen. Zuerst mit unserem Wohnwagen und dann mit unserem selbstausgebauten Fiat. Immer dabei unsere Hunde, Merle (Irish Setter) und Frida (English Cocker Spaniel).

Wir leben in Schweden, aber wir reisen durch Schweden, Norwegen, Dänemark und Deutschland. Manchmal planen wir unsere Route im Voraus, manchmal fahren wir einfach los und entscheiden unterwegs, wo wir übernachten.

Was sich in diesen Jahren stark verändert hat, ist nicht das Camping selbst. Es ist die Art, wie wir Campingplätze finden und auswählen. Die Entscheidung beginnt immer häufiger mit KI, wie ChatGPT, die gerne als Routenplaner mit einem Prompt startet.

Für mich ist das besonders spannend, weil ich Campingplätze aus zwei Perspektiven erlebe: als Camperin, die einen schönen Platz für ihren Urlaub sucht, und als SEO-Beraterin, die täglich sieht, wie Websites aufgebaut sind und warum manche Plätze online sichtbar werden – und andere kaum gefunden werden.

In diesem Beitrag teile ich meine Erfahrungen aus vielen Reisen und zeige, wie wir heute Campingplätze auswählen und was für uns als Gäste wirklich wichtig ist.


Unser erster Campingplatz: Skiveren in Norddänemark

2020 kauften wir unseren ersten Wohnwagen, einen Weinsberg Cara One. Direkt nach der Abholung starteten wir Richtung Norddänemark zum Campingplatz Skiveren.

Als Campinganfänger macht man Fehler.

Wir standen auf einem offenen Stellplatz und merkten schnell, dass eine kleine Nische mit Hecken deutlich angenehmer gewesen wäre. Der Sommer war heiß und wir liefen gefühlt zehnmal am Tag mit der Wasserkanne über den Platz, weil wir keinen direkten Wasseranschluss gebucht hatten.

Das gehört zu den Erfahrungen, die man am Anfang macht.

Der Campingplatz selbst hat uns jedoch sofort gefallen. Große Stellplätze, viel Platz zwischen den Parzellen und ein weiter Strand an der Nordsee. Für unsere zwei Hunde war es ideal, weil wir direkt vom Platz aus lange Spaziergänge starten konnten.

Das Servicehaus war sauber, Kochen und Abwaschen waren möglich. In der Hauptsaison musste man manchmal warten, aber insgesamt hat alles reibungslos funktioniert.

Wir haben diese Zeit sehr genossen. Wenn ich heute Bewertungen aus den Jahren 2024 und 2025 lese, bestätigen sie genau das, was wir damals erlebt haben. Ein rundherum gelungener Platz mit direktem Zugang zum Meer.


Wie wir diesen Campingplatz gefunden haben

Gefunden haben wir Skiveren über eine einfache Google-Suche.

Holger suchte nach empfehlenswerten Campingplätzen in Europa und stieß dabei auf diesen Platz. Entscheidend für die Buchung war jedoch nicht die Suchmaschine, sondern die Website des Campingplatzes.

Die Seite zeigte sofort:

  • Bilder vom Platz
  • Informationen zu Stellplätzen
  • Aktivitäten in der Umgebung
  • einen klaren Weg zur Buchung

Die Navigation führte mich Schritt für Schritt durch die Inhalte bis zur Reservierung unseres ersten Stellplatzes.

Als Camperin war das angenehm. Als SEO-Beraterin sehe ich darin noch etwas anderes: eine Website, die Gäste verständlich zur Buchung führt.

Diese Erfahrung hat mein Verhalten bis heute geprägt. Wenn ich einen Campingplatz entdecke, schaue ich fast immer zuerst auf seine Website.


„Google mal schnell“

Wir kennen diesen Satz alle.

Wenn wir eine neue Reise planen oder spontan unterwegs sind, beginnt die Suche häufig genauso. Doch die Suchergebnisse haben sich verändert.

Früher sah man in der Google-Suche häufig direkt die Websites der Campingplätze. Heute erscheinen oft zuerst:

  • Buchungsportale
  • bezahlte Anzeigen
  • KI-generierte Antworten, ich sage nur Google-AI (Gemini)

Als Camperin möchte ich häufig etwas anderes sehen: die Website des Platzes selbst.

Dort bekomme ich das Gefühl für einen Ort. Ich sehe, wie der Platz aufgebaut ist, welche Stellplätze es gibt und ob ich mir vorstellen kann, dort meinen Urlaub zu verbringen.


Visuell oder faktenbasiert – wie wir entscheiden

Wenn ich eine Website besuche, merke ich sehr schnell, ob ich mir vorstellen kann, dort Urlaub zu machen. Fotos und Videos spielen dabei eine große Rolle.

Ein Drohnenvideo über einen Campingplatz gibt mir innerhalb weniger Sekunden einen Eindruck von der gesamten Anlage. Gute Bilder zeigen mir, wie Stellplätze aussehen, wie dicht sie beieinander liegen oder wie nah sie am Wasser sind.

Manchmal fahre ich mit der Maus über ein Bild, weil mich interessiert, welche Informationen hinterlegt sind. Eine Bildbeschreibung, die erklärt, was zu sehen ist, wirkt auf mich deutlich überzeugender als ein generischer Dateiname.

Neben diesen Eindrücken brauche ich aber auch klare Informationen.

Ich möchte auf einen Blick sehen:

  • ob Hunde erlaubt sind
  • welche Stellplätze verfügbar sind
  • wie hoch die Preise sind

Besonders hilfreich finde ich Buchungskalender oder Platzkarten, die zeigen, welche Bereiche noch frei sind.


Wie wir Campingplätze heute suchen


Je nachdem, ob wir eine Reise planen oder spontan unterwegs sind, nutzen wir unterschiedliche Wege.

Google-Suche


Wenn wir eine Reise vorbereiten, beginne ich häufig mit einer klassischen Google-Suche. Dabei stelle ich immer häufiger fest, dass zuerst Portale erscheinen und erst danach die eigentlichen Websites der Campingplätze. Oder ein KI-Text, ohne Angabe von URLs. Auch nicht zielführend.

Google Maps

Wir nutzen regelmäßig Google Maps.

Wir fahren eine Route, schauen auf die Karte und sehen sofort Campingplätze in der Umgebung. Bewertungen und Fotos geben eine erste Orientierung.

Ich schaue danach fast immer noch auf die Website des Platzes. Holger entscheidet anhand der Informationen aus Google Maps.

Google-Unternehmensprofil

Über Google Maps komme ich automatisch zum Unternehmensprofil. Die Rezensionen schaue ich mir ebenso an, wie die vom Betreiber oder Gästen hinterlegte Fotos.

Buchungsportale

Portale bieten eine große Übersicht über Campingplätze. Man kann nach Ausstattung, Region oder Aktivitäten filtern und verschiedene Plätze miteinander vergleichen.

Viele Camper nutzen Portale zur Orientierung und wechseln anschließend auf die Website des Campingplatzes, um dort direkt zu buchen.  

Ich habe in der Vergangenheit camping.se, das größte schwedische Campingportal, nach Regionen und Plätzen durchsucht. 
Es ist informativ aufgebaut, Kriterien können eigenständig ausgewählt werden und vieles mehr. 

KI-Systeme

Inzwischen nutze ich vermehrt KI-Systeme, um Routen oder Reiseideen zu entwickeln.

Man kann sich komplette Touren erstellen lassen, inklusive Vorschlägen für Campingplätze entlang der Strecke. Dafür habe ich mir verschiedene Prompts erstellt, die ich individuell anwende.

Gleichzeitig bleibt immer eine Frage offen: Auf welcher Grundlage werden diese Plätze ausgewählt?

Werden wirklich alle Möglichkeiten angezeigt oder nur eine Auswahl? Wenn ja, aufgrund welcher Daten?


Was für uns auf einem Campingplatz wirklich wichtig ist

Nach über 50 Campingreisen haben wir eine ziemlich klare Vorstellung davon, was für uns gut funktioniert.

Hundefreundlich ist nicht automatisch hundefreundlich

Viele Campingplätze erlauben Hunde. Aber das bedeutet nicht automatisch, dass für Campinggäste mit Hund wirklich mitgedacht wurde.

Wir freuen uns über Hinweise wie:

  • Spazierwege direkt vom Platz
  • Hundebadestrände
  • Hundeduschen

Auch einfache Dinge wie ausreichend Mülleimer für Hundebeutel sind wichtig.

Sanitärgebäude

Sanitärgebäude sind für uns ein wichtiger Punkt.

Zu meinem Geburtstag im November 2025 besuchten wir den Campingplatz in Vorupør in Norddänemark. Der Platz war unbemannt, alles lief über Automaten.

Das Sanitärgebäude war modern, großzügig und während unseres gesamten Aufenthalts sauber.

Ergänzung: Gleichzeitig haben wir auch ältere Anlagen erlebt, die hervorragend gepflegt waren. Am Ende hängt vieles von den Menschen ab, die sich um die Pflege kümmern.

Stellplatzgröße

Unser Wohnmobil ist sechs Meter lang und wir nutzen weder Vorzelt noch Markisen. Für uns reichen normale Stellplätze vollkommen aus.

In Skandinavien sehen wir jedoch immer häufiger sehr große Wohnmobile. Das stellt Plätze vor Herausforderungen, weil Zufahrten und Stellplatzgrößen dafür noch nicht ausgelegt sind, aber die Wohnmobile bereits vor Ort sind.

Digitalisierung auf Campingplätzen

In den vergangenen Jahren haben wir viele digitale Lösungen erlebt.

Ein Campingplatz in Dänemark, den wir seit 2023 regelmäßig besuchen, bietet verschiedene Möglichkeiten:

  • Online-Buchung
  • Online-Bezahlung
  • Check-in über eine App
  • Self-Check-in-Automaten
  • KI-Chat
  • Rezeption

Das ist praktisch und spart Zeit.

Trotzdem freue ich mich immer noch über einen persönlichen Moment an der Rezeption. Ein kurzer Austausch kann viel zur Atmosphäre eines Aufenthalts beitragen.

Drei Betreiber, deren Website und unser Besuch top waren.

Erwähnen möchte ich 3 Plätze. Die wir kennenlernen durften, die wir erneut aufsuchen und die bereits viele Hürden genommen haben, um in KI-Systemen und auf Google gefunden zu werden. Marskcamp haben wir für eine Gruppenreise gebucht. Ich werde in einem anderen Beitrag auf die verschiedenen Plätze näher eingehen. Vielleicht ist dein Platz ja dabei.

Hennestrand Resort |Marskcamp |Vorupør

Häufige Fragen von Campern


Wie finden Camper heute Campingplätze?

Viele Camper nutzen eine Kombination aus Suchmaschinen, Karten-Apps, Buchungsportalen und zunehmend auch KI-Systemen.

Welche Rolle spielt die Website eines Campingplatzes?

Die Website ist oft der Ort, an dem Gäste entscheiden, ob sie buchen oder weitersuchen.

Welche Informationen erwarten Gäste vor der Buchung?

Wichtige Informationen sind zum Beispiel:

  • Preise und Zusatzkosten
  • Ausstattung der Stellplätze
  • Hundefreundlichkeit
  • Für wen der Platz besonders geeignet ist
  • Welche Art von Buchungsmöglichkeiten existieren?
Stellplatz direkt an der Ostsee. Süddänemark Fotocredit Sibille Kurdts @sibillek

Fazit zu Wie Camper heute ihren Campingplatz auswählen

Nach über 50 Campingreisen haben wir viele unterschiedliche Plätze erlebt – kleine Naturplätze, große Anlagen und ganz neue, moderne Campingplätze mit digitalen Check-in-Systemen.

Was sich jedoch immer wieder zeigt: Die Entscheidung für einen Campingplatz beginnt heute lange vor der Anreise.

Sie beginnt mit einer Vision, dem Land, das man bereisen will, der Vorfreude. Und sie beginnt online.

Mit einer Suche, einem Bild, einer interaktiven Platzkarte oder einer Empfehlung. Und häufig ist es die Website eines Campingplatzes, die darüber entscheidet, ob wir buchen – oder weiter suchen.

Als Camperin sehe ich, wie Gäste Campingplätze auswählen.
Als SEO-Beraterin sehe ich gleichzeitig, warum manche Plätze online sichtbar sind – und andere kaum gefunden werden.

Genau diese Kombination aus Erfahrung auf dem Campingplatz und Wissen über Online-Sichtbarkeit prägt heute meinen Blick auf Campingplätze.

Denn am Ende entscheidet nicht immer der schönste Campingplatz über eine Buchung – sondern oft derjenige, der online gefunden wird.

Sibille Kurdts Blog

🦉 Über die Autorin

Mein Name ist Sibille und ich bin SEO-Beraterin und unterstütze Campingplatzbetreiber:innen
Ich analysiere Campingplatz-Websites aus zwei Blickwinkeln: als SEO-Beraterin und als Camperin mit Erfahrung aus über sechs Jahren Campingreisen.

Viele Plätze überzeugen vor Ort – doch ihre Website zeigt Gästen nicht klar genug, warum sie direkt buchen sollten. Genau hier setze ich an.

Mein Ziel: Campingwebsites so zu strukturieren, dass Gäste Orientierung finden, Vertrauen entsteht und Direktbuchungen leichter werden.

Lass uns reden:
Strategiegespräch planen

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner